PROGRAMM 2020/21 - LIVE EDITION

DER BEWEIS

Eine audio-visuelle Hörspielserie nach dem Roman von Ágota Kristóf / November 2020

"Den Stoffbeutel packend, in die Fußspuren tretend, dann über den leblosen Körper steigend, geht einer von uns hinüber in das andere Land. Derjenige, der zurückbleibt, kehrt in Großmutters Haus zurück." So endet der erste Roman "Das Große Heft" der schweizer-ungarischen Autorin Ágota Kristóf. Darin schildert sie die Geschichte von zwei namenlosen Zwillingsbrüdern, welche während eines Krieges auf dem Hof ihrer Großmutter zurückgelassen werden. Die audio-visuelle Hörspielserie "Der Beweis" widmet sich dem zweiten Teil dieser Romantrilogie und folgt der Geschichte von Lucas, demjenigen Zwilling, der zurückbleibt und in das Haus der Großmutter zurückkehrt. 

MEDEA.chor

Interkulturelle Performance / 7.-9. Dezember 2020, Werkstatt Lofft - Das Theater Leipzig

"Der Name bedeutet, was er bedeutet. Mich. Nichts sonst." - Dea Loher: Manhattan Medea. Medea ist oft ein Abziehbild für die böse Frau, die brutal, blutrünstig und rachsüchtig agiert. MEDEA.chor entfiktionalisiert den Mythos und begibt sich auf die Suche nach der Medea, die sich hinter den Zeilen verbirgt. In Interviews mit mehr als 30 Frauen mit Migrationserfahrung entsteht ein Stimmkonzert zwischen Mythos und Gegenwart. Es beginnt eine gemeinsame Suche, nach einer Kerngeschichte, wenn es sie gibt, und vor allem: nach Medeas Stimme. Medea hat über die Zeit viele Identitäten erhalten, und zusammen ergeben sie manchmal ein schönes, manchmal ein schreckliches Bild.

Mode.Macht.Männlichkeit

Ein Hochglanzmagazin / Frühjahr 2021

Ein wenig verstörtes Verweilen des weiblichen Blickes auf dem männlichen Konstrukt. Das Bild, das dabei entsteht, vereint: Macht, Potenz und Attraktivität. Die Künstler*innen entwerfen in einem Künstlerbuch, einem Hochglanzmagazin, ihren weiblichen Blick, der nicht auf dem Prinzip der stereotypen weiblichen Sinnlichkeit basiert, sondern sich als das kantige, auf Augenhöhe begegnende Pendant zum gesellschaftlich dominanten männlichen Blick versteht. Im Arbeitsprozess steht dabei die humorvolle Aneignung des männlichen Blicks im Mittelpunkt. Die Oberflächlichkeit, die das Wahrnehmung-Prinzip schon in sich trägt, wird ad absurdum geführt. Der "ideale Mann", in all seiner maskulinen Dominanz und strotzenden Potenz, zum dekodierbaren Objekt erklärt.

MEGACORP

Mehrteiliges Theaterlabor / Januar und November 2021, Cammerspiele Leipzig

Geschmack als Mittel der sozialen Distinktion, Kommerzialiserung des Selbst, Motivation zur Selbstausbeutung: In einem Zyklus aus interaktiven Performances, die sich um den fiktiven internationalen Konzern MEGACORP drehen, begeben sich Prunk&Plaste auf die Suche nach der Verzahnung von Selbst und Kapitalismus.

MEGACORP, Episode 1: WUNSCHMASCHINE: Januar 2021, Cammerspiele Leipzig

MEGACORP, Episode 2: FREEDOM OF CHOICE: November 2021, Cammerspiele Leipzig

(x+1)nacht

Interaktives Storytelling / Online

Scheherazade erzählt dem König nachts eine Geschichte. Immer, wenn die Nacht zu Ende geht, unterbricht sie ihre Erzählung an einer derart spannenden Stelle, sodass der König ihre Hinrichtung aufschiebt, um die Fortsetzung zu hören. Machen wir ein Foto. Fangen wir an, alltägliche Gegenstände zu beobachten. Und schreiben wir ihnen gemeinsam eine Geschichte ein.

GRENZVERLETZER - EIN DIGITALES PROJEKT

Virtuelle Inszenierung in Planung / Frühjahr 2021

Grenzstreifen erscheinen ganz klar auf einer Karte. Ob Mauern oder Landstreifen, ob Flüsse oder Zollstationen, auf der Karte erscheint alles gleich. Tagtäglich gleiten wir durch Grenzen, ohne es zu merken. Wir verlassen die Stadt und sind auf dem Land, aber der Fluss links von uns bleibt derselbe. Wir gehen wandern und plötzlich stehen wir auf einem Privatgrundstück, die Marke haben wir nicht gesehen, und fanden sie auch nicht wichtig, schließlich sind wir Reisende, aber der Förster sagt, wir müssen gehen. Nach den Vorgängerprojekten "MACBETH MACBETH MACBETH" und "DORIAN GRAY" machen wir uns auf die Suche nach einem neuen, digitalen Erlebnis, das interdisziplinär mit den Möglichkeiten einer Netzaufführung spielt.

LETZTES JAHR BEI PRUNK&PLASTE

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FLEISCH / Der Kopf wird oft einfach weggeschmissen, aber das ist ein Fehler.


Ode. Später Pause. Die Kamera läuft. Ich wollte dich lieben, wie es andere Menschen tun. My body is a temple. My meat is my oblation. Du wirst mich nie wieder verlassen.

Weitere Projekte:

DORIAN GRAY

Eine virtuelle Ausstellung, D/A/CH 2020

MACBETH MACBETH MACBETH

Großprojekt, D/A/CH 2020, 107 min.

X und EINE NACHT

Interaktives Storytelling, D/A 2020

MINIATUREN

Wohnzimmertext in Serie, D/A 2020

FLEISCH / TEIL 1

Topfpflanzenprojekt, D 2020, 23 min.

28 - eine WebCamApocalypse

Skypefilm, D/A/CH 2020, 51 min.